Folge 2

» Nützliches zum Thema

Kinderschuhe nicht barfuss tragen

ÖKO-TEST-Untersuchungen ergeben bei Kinderschuhen, ob Lauflernschuh, Gummistiefel oder Kinderturnschuh, seit Jahren unzufriedenstellende bis erschreckende Resultate.

Gibt es bei vielen Kinderschuhen Probleme mit der Passform, da sie eher zu kurz ausfallen, so können Eltern hier noch mit der Fußschablone Abhilfe schaffen.

Schwerwiegender sind jedoch die Testergebnisse mit Blick auf Schadstoffbelastungen.

Immer wieder finden sich krebserregende Farbstoffe und Chemikalien sowohl in Marken- als auch in Billigschuhen.

Die aktuellsten Tests von Kinderturnschuhen ergaben, dass „sowohl im Innen- als auch im Außenbereich der Turnschuhe Schadstoffe in rauen Mengen gefunden wurden - angefangen von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen über giftige zinnorganische Verbindungen bis hin zu problematischen Weichmachern, die in Babyspielzeug bereits reglementiert wurden. Den Vogel schoss die Kultmarke Geox ab: In dem untersuchten Modell wurden verbotene aromatische Amine gefunden - und zwar in einer Größenordnung, die weit über dem gesetzlichen Grenzwert liegt. Der Schuh ist demzufolge nicht verkehrsfähig.“, so ein Auszug aus dem aktuellen Bericht ÖKO-TEST Kinderturnschuhe.

Schadstoffe sind gerade dann gefährlich, wenn Kinder im Sommer die Schuhe ohne Strümpfe tragen und darin schwitzen. Das über die Fußsohle Stoffe aufgenommen werden gilt längst als gesichert.

Am sichersten ist es, Kindern immer Strümpfe in den Schuhen anzuziehen.

„Die untersuchten Modelle der Marken Adidas Kid sit, Die wilden Kerle, Ecco K-Gross, Nike Pico Plus, Skechers Memos und Striker bestanden zwar den Praxistest immerhin mit "sehr gut". Allerdings waren sie mit Schadstoffen geradezu verseucht.“, so ÖKO-Test weiter.

Detailiertere Informationen in der August-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazin, erschienen am 25. Juli 2008, Kosten: 3,80 Euro

 

www.oekotest.de


» Alle Tipps ansehen

Fußgymnastik

Was ist Fußgymnastik

Der menschliche Körper  benötigt ein gewisses Training der Muskulatur, um seinen Haltungsapparat - auch im hohen Alter - beweglich und somit funktionell einsetzen zu können. Dieses "Üben" geschieht in der Regel unbewusst durch den gezielten Einsatz der Muskeln im Alltag.

Für eine gesunde Entwicklung brauchen Kinderfüße vor allem Bewegungsfreiheit, Bodenkontakt und viele Reize. Denn Muskeln, die nicht beansprucht werden, verkümmern. Gut ist regelmäßiges Barfußlaufen auf weichem, unebenem Grund.

Fehlen natürliche "Übungsfelder", kann Kinderfüßen mit Fußgymnastik geholfen werden.

Unter dem Begriff der Fußgymnastik werden nun gezielte Übungen von Muskelgruppen zur Kräftigung der Fußmuskulatur und Förderung der Beweglichkeit der Fuß- und Zehengelenke zusammengefasst. Für eine optimale Wirkung werden diese Übungen barfuß ausgeführt.

            

Warum Fußgymnastik

Da sich bei Kindern der Haltungsapparat im Entwicklungszeitraum bis zur Pubertät noch entwickelt, besteht in dieser Phase die Möglichkeit, durch Trainieren von Muskelgruppen Haltungsschäden entgegenzuwirken bzw. vorzubeugen.

 

Die Fußmuskulatur gehört zu den Muskelgruppen, die heutzutage oftmals unterentwickelt sind. Durch mangelnde Bewegungsmöglichkeiten und häufiges Tragen von Schuhen werden die Füße ruhig gestellt und zeigen als Folge dessen Symptome von retardierenden Fußmuskeln, wie Muskelschwächen und Muskelverkürzungen. Deshalb sind vor allem für Kinder gezielte Übungen zur Ausbildung eines gesunden Fußgewölbes und zur Förderung feinmotorischer Fähigkeiten wichtig.

 

Einbindung in den Alltag

Bei der Anwendung von fußgymnastischen Übungen steht - wie auch bei allen trainingsmethodischen Ansätzen - eine gewisse Regelmäßigkeit im Vordergrund. Da unsere Kleinsten mittlerweile in den unterschiedlichsten Bereichen eine frühe Förderung erfahren und somit bereits in jungen Jahren die ihnen zur Verfügung stehende Zeit begrenzt ist, bietet eine spielerische Einbindung von Bewegungsformen in den Kinderalltag eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit.

 

Dabei können Rituale wie der Zehenspitzengang zum Zähneputzen, der Gang auf der Ferse oder den Außenseiten der Füße zurück ins Kinderzimmer, das Aufräumen des Kinderzimmers mit den Füßen helfen, die Motivation der Kinder zu stärken.