Folge 6

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Barfuß laufen

Barfuss über unebene Flächen zu laufen bewirkt, dass die Muskulatur des Fusses in besonderem Masse beansprucht wird, da sie Unebenheiten ausgleichen muss.

Überall wo Muskulatur beansprucht wird führt sie auch zu einer Kräftigung, in diesem Fall zur Kräftigung und Stabilisierung des unteren Sprunggelenkes.

Dies wiederum hilft Kindern, die in gewissen Entwicklungsphasen physiologische Knickfüsse aufzeigen, die Füsse mithilfe der kleinen Fussmuskeln vor einem "nach innen Knicken" der Füsse zu bewahren.


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Der passende Schuh

Die Hälfte aller Kinder trägt ungeeignetes Schuhwerk - zu groß, zu klein, zu steif, zu schwer, luftundurchlässig oder ausgetreten. Davon künden Zehenstellungen, Blasen, verunstaltete Fußnägel oder Schweißfüße.

Kinderschuhe sollen vor Kälte, Verletzung oder Schmutz schützen. Sie haben keine Stützfunktion, wie viele Eltern meinen. Der richtige Schuh passt sich der Bewegung des Fußes an, nicht umgekehrt.

 

Grundsätzlich gilt für den Schuhkauf:

Erst messen, dann auswählen! Zum Beispiel so: 

Vor dem Kauf einen Fußabdruck auf Pappe machen und dann ausschneiden. Diese Schablone muss ohne Quetschen und Schieben in den neuen Schuh passen. Schuhfachgeschäfte haben in der Regel auch spezielle Messeinrichtungen für diesen Zweck.

Fragen Sie also vor dem Kauf neuer Schuhe ruhig mal nach einem Innenmessgerät, denn die Innengröße entspricht nur selten der Außengröße. Zudem sind die Meßgeräte alle unterschiedlich genormt.

Besonders wichtig bei kleinen Kindern: Das herkömmliche Nachfühlen des großen Zehs im neuen Schuh reicht nicht aus, viele Kinder ziehen den Zeh zurück oder mogeln, wenn ihnen der Schuh zum Beispiel besonders gut gefällt.

Generell gilt: Lieber günstige und passende, als teure und unpassende Schuhe.

Besser eckige als spitze Schuhe wählen, denn die Zehen brauchen Platz.

Weiches Oberleder bevorzugen und biegsame, rutschfeste Sohlen ohne Hacken.

Luftdurchlässiges Obermaterial wählen. Gummistiefel und Sportschuhe fördern bei Dauergebrauch Schweißfüße! Hände weg auch von billigen Plastiksandalen - bei warmem Sommerwetter "schwimmen" schwitzende Kinderfüße darin buchstäblich weg. Noch schlimmer: Der feste Halt geht verloren wie auf einem Rutschparkett. Unfallgefahr!

Gesunde Kinderfüße brauchen keine Polster und Fußbetten. Die Fußmuskeln wollen trainiert, nicht gestützt werden.

Kinderschuhe sollten leicht sein. Schwere "Klötze" belasten unnötig Gelenke und Wirbelsäule.

Bei Schuhen mit Schnürsenkeln, Klettverschlüssen oder Schnallen können der feste Halt und die Weite des Schuhs, je nach Sockenstärke, reguliert werden. Ein Vorteil, den die so genannten Ballerinas, beliebt bei kleinen Mädchen, nicht zu bieten haben.