Folge 5

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Sommerfüße

Es geht mit Riesenschritten auf den Sommer zu. Die ersten warmen Tage laden zu Sandalen und barfuss laufen ein.

Die luftigere Fußbekleidung bringt allerdings auch Hornhaut, Schwielen oder Hühneraugen ans Licht. Diese unschönen Fußleiden sind nämlich keine Frage des Alters, sondern es gibt auch viele junge Menschen, die damit Probleme haben.

Vor allem durch zu enges Schuhwerk kommt es bei Kinderfüßen schnell zu einer Hornhautbildung. Normalerweise besitzen Baby- und Kinderfüße meist keine Hornhaut. Je schwerer das Kind wird, sobald es läuft, desto dicker können aber auch dann die Hornhautstellen werden. Hornhaut und Schwielen entstehen fast immer durch lang anhaltenden Druck auf die Fuß- oder Zehenhaut. Durch den Druck wird die Haut als Schutzfunktion zu einer verstärkten Bildung von Hautzellen angeregt und auf diese Weise verhärtet sich die Haut an den Druckstellen und wird dicker. Dieser Druck kann allerdings auch dann entstehen, wenn es am und im Fuß zu Veränderungen kommt. Wenn sich die Füße an sich oder zumindest die Zehen verformen.

Der Form der Füße und der Beinstatik kommt bei diesen Auffälligkeiten besondere Aufmerksamkeit zu. Kinderorthopäden können dazu nähere Informationen geben.

Hornhaut entsteht aber auch, wenn im Sommer viel auf hartem Boden barfuss gelaufen wird.

Auf natürlichem Weg kann man dieses Problem mit Teebaum-Öl angehen. Drei bis Vier Mal täglich die betroffenen Stellen einreiben. Sehr oft lässt sich dann die Hornhaut schon nach drei bis vier Tagen entfernen.

Beim Schuhkauf sollten Eltern deshalb auch bei Sommersandalen darauf achten, dass der Kinderfuß genügend Platz hat und keinem Druck ausgesetzt ist.

 


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Physiologischer Knick-Senkfuß

Der Physiologische Knick-Senkfuß wird auch kindlicher Knick-Plattfuß genannt.

Hierunter versteht der Experte eine meist harmlose, bis zu einem gewissen Grad physiologische, also altersbedingte Fußfehlstellung im Kleinkindes- und Kindesalter. Sichtbar ist eine verstärkte Valgusstellung des Fersenbeins (die Krümmung nach außen bewirkt einen Knickfuß), die Abflachung der medialen Fußwölbung (Senkfuß) sowie physiologisch verstärkte Genua valga (X-Beinstellung).

                     

Nun unterscheidet der kinderorthopädische Experte zwischen einem flexiblen und einem unflexiblen Knick-Senkfuß.

Ein flexibler Knick-Senkfuß liegt dann vor, wenn das Kind in der Lage ist, in den Zehenstand zu gehen und dabei das Fußgewölbe sichtbar wird.

Ursache für physiologische Knick-Senkfüße können sein: Bandlaxität, Muskelschwäche, Übergewicht, Genua valga oder vara (O-Beinstellung).

Maßnahmen zur Unterstützung der Muskulatur, der Aufrichtung des Fußes und Ausbildung des Gewölbes sollten sein:

-  Barfuß, vorallem auf unebenen, kippligen Untergründen gehen

-  spielerische, in den Alltag integrierte Fußgymnastik (Greifübungen der 

    Zehen, Zehenspitzenstand, Fersengang, etc. siehe Abschnitt

    "Fußgymnastik")

Eine Korrektur mittels orthopädie-technischer Maßnahmen ist nicht angezeigt.